Trollinger 2.0 ruft auf zur Teilnahme am „Württemberger WG Contest“

Die junge Initiative der Württemberger Weingärtnergenossenschaften, Trollinger 2.0 ruft auf zur Teilnahme am ersten „Württemberger WG Contest“. Nach den Erfolgen des Trollinger Song Contest und des Trollinger Dance Contest in den Vorjahren wird dieses Jahr die Wohngemeinschaft mit der kreativsten Weinkultur im Land gesucht. Drei bis sechs Bewohner ab 18 Jahren sollen in der WG wohnen, die Bewerbung erfolgt mit einem maximal zweiminütigen Videoclip. In diesem stellen die Bewohner der WG sich und ihren Bezug zum Wein vor, ein Online- Voting und eine Jury mit Experten aus den Bereichen Wein und Journalismus bestimmen dann die Sieger-WG. Diese „Württemberger WG“ erhält in der Folge für ein halbes Jahr ihre Miete bezahlt – bis maximal 1.500 Euro monatlich. Im Gegenzug verpflichtet sich die „Württemberger WG“ dazu, monatlich zwei mit Wein zusammenhängende Unternehmungen durchzuführen und auf Video festzuhalten. Dieses wird im Blog auf der Webseite von Trollinger 2.0 veröffentlicht. Als Beispiele nennt der Veranstalter den Besuch eines Weinfestes, das Abhalten einer Weinprobe in der WG oder den Besuch von Sehenswürdigkeiten in der Weinheimat Württemberg. Dazu kommen wöchentlich zwei bis drei Postings aus dem Leben der WG. Start der Aktion ist Dienstag, der 19. April, Einsendeschluss für das Bewerbungsvideo ist Mittwoch, der 15. Juni. Ab Juli startet dann die halbjährige Aktionsphase. Weitere Informationen und die Teilnahmebedingungen gibt es unter www.wuerttembergerWG.de

Teilnehmen am Württemberger WG Contest kann jede Wohngemeinschaft mit mindestens drei und höchstens sechs Bewohnern, die alle mindestens 18 Jahre alt sein müssen. Genießer sind gefragt, das heißt die WG-Mitglieder sollten den Württemberger Wein lieben, denn um ihn wird sich in der Württemberger WG ab Juli für ein halbes Jahr vieles drehen. Dann nämlich werden die Erlebnisse der WG im Zusammenhang mit Trollinger, Lemberger, Riesling und Co. in regelmäßigen Videoclips und Postings im Blog auf der Webseite von Trollinger 2.0 sowie auf den Facebook- und Instagram-Seiten von Trollinger 2.0 veröffentlicht.

„Wein ist in den jungen Zielgruppen zunehmend auch Ausdruck kultivierten Lifestyles geworden – diese neue, frische Weinkultur möchten wir mit dieser Aktion abbilden“ sagt Ulrich-M. Breutner, Vorstandssprecher der Werbegemeinschaft Württembergischer Weingärtnergenossenschaften. Der Kreativität der Teilnehmer sei dabei fast keine Grenze gesetzt.

Auf der Website www.wuerttembergerWG.de finden Interessierte alle Informationen zum Wettbewerb und der sich anschließenden Aktion. Bis zum 15. Juni haben die Teilnehmer Zeit, ihr Video zum Wettbewerb einzureichen. Im Anschluss können vom 20. bis zum 26. Juni Freunde und Fans online für ihren Favoriten abstimmen. Eine unabhängige Jury wählt dann die Sieger aus, die Kriterien sind Kreativität, Weinkultur, Glaubwürdigkeit und das Ergebnis des Publikums-Votings. Es geht, neben dem Spaß, um ein halbes Jahr mietfrei wohnen für die „Württemberger WG“, bis zu 1.500 Euro Miete werden monatlich von den Württemberger Weingärtnergenossenschaften übernommen.

Wein und Geschichten aus Baden Württemberg

Der Weinbau in Baden-Württemberg blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Es sind nicht nur die Weinberge, die in Baden und Württemberg die Kulturlandschaften und damit das Erscheinungsbild des Landes prägen. Zahlreiche Burgen, Klöster und Schlösser erzählen bis heute von der Bedeutung des Weins in Vergangenheit und Gegenwart. Anlässlich der Verleihung der Weintourismus-Preise Baden-Württemberg trafen sich Anfang Juni im Schloss Bruchsal Akteure aus Weinbau und Tourismus und stellten Anekdoten und Kurioses aus der Weinbaugeschichte des Landes vor. In diesem Jahr gingen die Auszeichnungen, die von der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) gemeinsam mit dem Badischen Weinbauverband und dem Weinbauverband Württemberg vergeben werden, an das Offenburger Projekt „Genuss, Wein, Bewegung“ und an die „Weinerlebniswelt“ in Heilbronn.

„Weinbau und Tourismus gehen in Baden-Württemberg eine ganz besondere Verbindung ein. Wer sich zwischen Taubertal und Bodensee auf eine Spurensuche begibt, findet bei uns im Süden viele preisgekrönte Winzer und malerische Weinberge, die Landschaften und Lebensgefühl prägen. Das macht den Weinbau zu einem bedeutenden Standortfaktor für das Urlaubsland Baden-Württemberg“, sagte in Bruchsal der auch für den Tourismus zuständige Minister der Justiz und für Europa Guido Wolf. Denn neben dem Genuss von Spitzenweinen würden die Weinbauregionen in Baden und Württemberg ihren Gästen aus aller Welt auch spannende Einblicke in die hiesige Weingeschichte ermöglichen: „Vielerorts ist die Geschichte des Weinbaus besonders in den Kulturdenkmälern des Landes sichtbar und lebendig geblieben. Neben den Klöstern sind es in späteren Jahrhunderten auch Burgen und Schlösser, die eng mit dem Weinbau verknüpft waren.“ Beispiele wie Schloss Bruchsal, in dessen Ausstattung der Wein als Grundlage des Wohlstands gefeiert werde, gebe es zahlreiche im Land. „In diesen Monumenten steckt großes Potenzial für den Weintourismus in Baden-Württemberg, das künftig noch stärker genutzt werden soll“, so Minister Wolf weiter.

Wie spannend die Weinbaugeschichte in Baden-Württemberg für heutige Besucher geblieben ist, verdeutlichten auch die Vertreter der beiden Weinbauverbände. Kilian Schneider, Präsident des Badischen Weinbauverbands, verwies auf die Anfänge des Rebenanbaus auf der Klosterinsel Reichenau im Bodensee: „Ausgerechnet eine Insel gehört zu unseren ältesten belegten Anbauflächen. Das ist aber kein Wunder, denn schließlich wurde die Technik des Weinbaus im Mittelalter vor allem von Mönchen gepflegt. Auf der Reichenau lässt sich das bereits im Jahr 818 nachweisen. Und auch nach der Auflösung des Klosters setzte sich diese Tradition fort. Bis heute wird dort Inselwein kultiviert und noch immer im Keller des ehemaligen Benediktinerklosters ausgebaut.“

Hermann Hohl, Präsident des Weinbauverbands Württemberg, erinnerte daran, dass auch so manche Burg zu einem Ausflug in die Weingeschichte einlädt: „An Neckar oder Rems wachsen nicht nur einige unserer besten Weine. Hoch über den Flusstälern thronen dort auch eindrucksvolle Burgen, umgeben von Weinbergen und Weingeschichten. Legendär ist das Weingut auf Burg Hornberg im Neckartal. Es ist das älteste noch bestehende Weingut im Land, erstmals erwähnt 1184. Berühmt ist vor allem ein früherer Burgherr: Götz von Berlichingen, dem Goethe mit seinem Drama ein Denkmal setzte, baute hier mehr als vier Jahrzehnte lang Wein an.“

Weintourismus-Preise Baden-Württemberg 2016

Von der glanzvollen Geschichte des Weinbaus leitete TMBW-Geschäftsführer Andreas Braun in die Gegenwart des Weintourismus über: „Es ist beeindruckend, welche Entwicklung der Wein als touristisches Thema in den letzten Jahren genommen hat. Natürlich gehört der Genuss eines guten Tropfens für viele unserer Gäste zu einem Urlaub in Baden oder Württemberg dazu. Weintourismus bedeutet inzwischen aber weitaus mehr. Von Weinrouten über Vinotheken bis zu Kulturveranstaltungen ist ein vielfältiges Angebot entstanden, das außergewöhnliche Weinerlebnisse in den Mittelpunkt stellt.“

Um entsprechende Projekte und Angebote zu fördern und den Stellenwert des Weintourismus zu würdigen, habe die TMBW gemeinsam mit den beiden Weinbauverbänden den Weintourismus-Preis Baden-Württemberg ins Leben gerufen. Braun lobte die diesjährigen Preisträger in seiner Laudatio als nachahmenswerte Beispiele, die das Thema Weinbau auf vorbildhafte Weise für den Tourismus aufarbeiteten und damit das touristische Angebot im Land bereicherten.

In ihrem Gesamtkonzept „Genuss, Wein, Bewegung“ habe die Stadt Offenburg Weingenuss und Stadterlebnis auf vorbildliche Weise zusammengeführt. Bei regelmäßigen Weinstadtführungen, Weinspaziergängen und an einem Weinwandertag können Gäste die Stadt und ihre Weine kennenlernen. Abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten führen die Touren durch Weinberge und zu Winzern in und um Offenburg. An mehreren Stationen erzählen Weinexperten Wissenswertes über die Weine und die Weinbaugeschichte der Stadt, Weinbaubetriebe bieten ihre Weine zur Verkostung an. Das weintouristische Konzept der Stadt Offenburg habe die Jury überzeugt, weil es Weinerlebnisse in hoher Kontinuität ermögliche. Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und örtlichen Produzenten diene als nachahmenswertes Beispiel auch für andere Weinbaugemeinden. www.offenburg.de

Mit der ebenfalls ausgezeichneten „Weinerlebniswelt“ in Heilbronn habe die dortige Genossenschaftskellerei Neuland betreten und sich erfolgreich für den Weintourismus geöffnet. Die größte Weingärtnergenossenschaft Baden-Württembergs bietet in ihrem 2015 neu eröffneten Besucherzentrum eine Vielfalt an weintouristischen Angeboten. Von Führungen in den Weinbergen über einen modernen Weinverkauf bis zu einem Open-Air-Kino reichen die Weinerlebnisse, ergänzt um ein überzeugendes gastronomisches Konzept. Der mutige Schritt vom reinen Produzenten zum touristischen Anbieter sei mustergültig umgesetzt worden und damit auch vorbildhaft für andere Winzer- und Weingärtnergenossenschaften. www.wg-heilbronn.de

Neben den beiden Gewinnern wurden in diesem Jahr auch Anerkennungspreise an zwei ungewöhnliche und nachahmenswerte Projekte verliehen: der Klosterverwaltung Maulbronn gemeinsam mit der Stadt Maulbronn für das Projekt „Wein im Kloster“ sowie verschiedenen Projektträgern gemeinsam mit dem Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord für den „Engelssteig in Bühlertal“.

Golf spielen & Wein genießen

Golfreisen und Weingenusstouren über die Grenzen in der Ferienregion Schwarzwald und ins benachbarte Elsass offeriert das zweisprachige Magazin „Golfurlaub 2016“.

Im neuen Golf-Magazin des VUD-Verlages in Zusammenarbeit mit der Schwarzwald Tourismus GmbH sind beiderseits des Oberrheins 40 Golfplätze in deutscher und französischer Sprache beschrieben. Golfer genießen beim Spiel die faszinierenden Ausblicke auf Bergpanoramen, Weinberge, Burgen und Schlösser – und an Loch 19 oder in einem der portraitierten Gasthäuser am Weg elsässischen oder badischen Wein. Das Hochglanzmagazin „Golfurlaub 2016“ gibt es bei der Schwarzwald Tourismus GmbH unter +49 761.896460, www.schwarzwald-tourismus.info.

Der Trend bleibt: trockene Weine weiter gefragt

Trockene Weine erfreuen sich hierzulande weiterhin immer größerer Beliebtheit. 46 Prozent aller heimischen Qualitäts- und Prädikatsweine wurden 2015 in der trockenen Geschmacksrichtung abgefüllt. Dies teilte das Deutsche Weininstitut (DWI) nach den Angaben der Qualitätsweinprüfstellen mit.

Gegenüber dem Vorjahr entspricht dieser Anteil einem Plus von zwei Prozent und im Vergleich zu 2005 einem Zuwachs von neun Prozent. Der Anteil der halbtrockenen Weine lag im vergangenen Jahr bei 23 Prozent und ist damit seit zehn Jahren relativ stabil.

Die Gesamtmenge von 132.000 qualitätsgeprüften Weinen mit einem Volumen 7,4 Mio. Hektolitern bewegt sich auf dem Niveau des Vorjahres. Sie unterteilt sich ebenfalls unverändert in 59 Prozent Weiß-, 30 Prozent Rot- und elf Prozent Roséwein.

Im Durchschnitt der Jahre wird rund 90 Prozent der jährlichen Weinerzeugung qualitätsgeprüft. Der verbleibende Anteil wird beispielsweise als Landwein vermarktet oder für die Sektbereitung verwendet.

Wie das DWI betont, müssen in Deutschland alle Qualitäts- und Prädikatsweine eine sensorische, analytische und bezeichnungsrechtliche Prüfung durchlaufen, bevor sie als solche in Verkehr gebracht werden dürfen. Erst wenn alle erforderlichen Bedingungen erfüllt sind, erhalten sie eine amtliche Prüfnummer (AP-Nr.), die auf dem Etikett anzugeben ist.

Der Großteil der Weine wird im Jahr nach der Ernte qualitätsgeprüft. Je nach Nachfrage und Lagerbestand bringen die Erzeuger ihre Weine auch bereits im Erntejahr, oder bei längerem Reifebedarf erst mehrere Jahre später auf den Markt.

Sieger des Trollinger Dance Contests stehen fest

Den ersten Platz und somit 3.000 Euro Preisgeld gewinnen die „B.S.Jazz Showdancers“ aus Münchingen. Auf Platz zwei folgt die Gruppe „Fuego“ der Tanzschule Tanztraum aus Flein im Kreis Heilbronn, sie gewinnt 2.000 Euro, Dritter wurde die „D.o.D.-Crew“ der Tanzschule Jaag aus Steinheim an der Murr, sie gewinnt 1.000 Euro. Eine mit Fachleuten der Bereiche Tanz, Wein und Journalismus besetzten Jury wählte die Sieger aus fünf Finalisten aus. Kriterien waren Tanztechnik, die Umsetzung der als Basis vorgegebenen Choreografie, Kreativität, künstlerische Identifikation mit der Weinheimat und der Gesamteindruck. 16 Tanzgruppen und Solotänzerinnen waren zu dem erstmals ausgetragenen Tanzwettbewerb angetreten. Veranstalter war Trollinger2punkt0, die junge Initiative der Württemberger Weingärtnergenossenschaften. Alle Videos können unter www.trollinger2punkt0.de angesehen werden.

Die Württemberger Weingärtnergenossenschaften sehen die medienübergreifende Aktion ihrer Dachmarke als vollen Erfolg. Ulrich Breutner, Geschäftsführer der Werbegemeinschaft Württembergischer Weingärtnergenossenschaften und Initiator des Wettbewerbs äußert sich hochzufrieden: „Nach dem Erfolg des Trollinger Song Contests im Vorjahr ist es uns auch mit dem Trollinger Dance Contest wieder gelungen, über die Weinheimat Württemberg hinaus einen spürbaren Akzent zu setzen“. Das tänzerische Können und der Einfallsreichtum der Teilnehmer seien beeindruckend. „Der Wettbewerb zeigt eindeutig, dass sich auch junge Menschen mit unserer Hauptrebsorte, dem Trollinger identifizieren und höchst kreative Wege finden, diese Identifikation auch künstlerisch umzusetzen“.

Große Siegesfreude herrschte nach der Bekanntgabe bei den B.S.Jazz Showdancers. Die Liebe zum Tanz, der Spaß auf der Bühne und das Spiel mit dem Publikum hält die Gruppe bereits seit 1996 zusammen. Unter der kreativen Leitung von Sylwia Jovic entstand ein Video mit glamourösen Tanzshoweinlagen. Neben der Tanzdarbietung überzeugten die Tänzerinnen ihre Fans und die Jury mit einer unglaublichen Vielfalt an Aufnahmeorten. So wurde unter anderem im Weinberg, in einem Casino und auf dem Jugendgelände in Pattonville gedreht. Jurymitglied Vesselin Minkov schwärmt: „Der erste Platz hat mich deshalb überzeugt, weil hier sehr viel Aufwand betrieben, viele Kostüme und Locations in Szene gesetzt und durch die verschiedenen Tanzstile eine Brücke in der Geschichte geschlagen wurde.“ Außerdem entstehe durch die hohe Zahl an Kostümwechseln ein höchst abwechslungsreiches Farbenspiel. Die B.S.Jazz Showdancers lagen auch bereits beim Online-Voting zur Bestimmung der Finalteilnehmer an erster Stelle und gewinnen damit auch das hierfür ausgeschriebene Preisgeld von weiteren 1.000 Euro.

Teilnehmer waren seit 23. April aufgefordert, ein Tanzvideo auf den Song „Trollinger on the Rockz“ von Tressa, einem der Siegertitel des letzten Jahres mit großem Erfolg durchgeführten Trollinger Song Contests aufzunehmen und einzureichen. Dabei ging es darum, um die vorgegebenen Pflichtfiguren herum eine möglichst kreative Choreographie zu entwickeln, die gleichzeitig einen Bezug zum Trollinger aufweist. „Ich finde es fantastisch zu sehen, auf wie viele verschiedene Arten man auf unseren Song und natürlich auf den Trollinger tanzen kann“, so Tressa.

Mitglieder der Jury waren Ulrich Breutner, Geschäftsführer der Werbegemeinschaft Württembergischer Weingärtnergenossenschaften, Vesselin Minkov, Inhaber des privaten Berufskollegs „Tanz-Akademie Minkov“ in Winnenden, Tressa Rose Schreiber, Musicaldarstellerin und Interpretin des Songs zum Trollinger Dance Contest, Rudolf Knoll, Wein-Experte und Journalist und Stefanie Schwarz, die amtierende Württemberger Weinkönigin.

Spanischer Wein verdrängt Trollinger?

Auweia – schlimmer geht immer. Spanischer Wein verdrängt den Trollinger Wein? Der Presse war in den letzten Monaten zu entnehmen, dass unser beliebter Trollinger in Württemberg jetzt spanischen Rebsorten weichen soll.

Im Raum Mundelsheim haben schwäbische Weingärtner den Tempranillo auf ihren Steilhängen angebaut – früher war dort der Trollinger zu finden. Die Tempranillo Traube stammt aus Spanien, um genau zu sein aus dem Rioja im Norden Spaniens. Der Grund für den Wechsel ist, dass die steilen Weinberge mit Terrassen nur niedrigen Ertrag liefern. Der Aufwand, die Steilhänge zu bewirtschaften, ist aber enorm groß. Erschwerend kommt hinzu, dass die heimischen Weine wie Trollinger oder Lemberger nur niedrige Verkaufspreise erzielen. Anders sieht das mit den exotischeren Trauben wie Tempranillo oder beispielsweise dem Cabernet Franc aus, mit diesen Sorten lassen sich deutlich bessere Verkaufsergebnisse erzielen.

Die Fachleute des schwäbischen Weins sind nicht erfreut über die Entwicklung. Der bekannte und erfolgreiche Wengerter Klaus-Dieter Warth aus Stuttgart sagt dazu:

Ja, das ist ein spannendes Thema mit den neuen Rebsorten in Deutschland.
Prinzipiell sage ich, dass das Weinanbaugebiet ein Profil haben sollte, welches
eher geschärft als verwässert werden sollte.
Denken Sie mal daran, womit ein Deutscher die Begriffe „Bordeaux“, „Asti“
oder „Vihno Verde“ verbindet, um nur mal drei Beispiele zu nennen.
Ganz bestimmt nicht mit „Trollinger“, „geharztem Weißwein“ oder „süßem
Rotsekt“ als krasse Gegensätze.
Nun kann man über Trollinger denken wie man will. Trollinger ist
Württemberg und Württemberg ist Trollinger. Wer es schwerer will kann
auch Lemberger oder Spätburgunder bekommen. Leider von vielen Kellereien mit
keinem so tollen Ausbaustil.
Also gilt es doch Profile zu schaffen, und am Markt zu etablieren, damit der
Weinkenner weiß, was er gutes aus Württemberg bekommen kann.
Dann brauchen wir auch keinen Tempranillo, Merlot, Syrah, und was
wirklich gerade alles im Anbau zugelassen wurde.
Ich selber bin zudem noch ein Verfechter von pilzresistenten Neuzüchtungen,
da ich diese in der Weinbergbiologie als wegweisend betrachte. Aber auch die
tun sich schwer am Markt, da sie sehr erklärungsbedürftig sind.

Und Klaus-Dieter Warth zeigt, dass es tatsächlich auch anders geht. Neben vielen anderen Top-Weinen heimischer Rebsorten kommen vom  Weingut Warth auch Trollinger Weine allerbester Qualität, die Verkaufspreise von über 30 Euro erzielen – beispielsweise der im Barrique gereifte Trollinger Quercus vom Weingut Warth .

Sollte man diesem Beispiel nicht folgen und den heimischen Winzern dazu raten, aus den Traditionssorten erstmal qualitativ hochwertigere Weine zu machen anstatt auf spanische oder französische Sorten zu setzen und trotzdem nicht die Qualität der Weine wie im Heimatland der jeweiligen rebsorte zu erzeugen? Wir denken schon. Es bleibt zu hoffen, dass sich die schwäbischen Winzer wieder auf ihre Traditionen besinnen und sich auf die lokalen Weinsorten konzentrieren.

Das Stuttgarter Weindorf zu Gast in Hamburg

Es war endlich wieder soweit – Stuttgarts beliebtes Weinfest gastierte in der schönsten Stadt der Welt.

Bereits zum 30. Mal eröffnete das Weindorf für 23 Tage seine Tore auf dem Rathausmarkt. Das Weindorf gastiert bereits seit 1986 in der Hansestadt. Im Gegenzug kam 1988 der Fischmarkt nach Stuttgart. Das Stuttgarter Weindorf bezeichnet sich selbst aufgrund seines schönen Laubenschmucks als das schönste Weinfest in Deutschland.  Weinfreunde konnten auf dem Fest aus ca. 300 badischen oder württembergischen Weinen auswählen und dazu leckere schwäbische Spezialitäten wie Maultaschen, Brezeln, Kässspätzle oder saure Kutteln genießen. Auch Ochsenfleisch vom Grill wurde in diesem Jahr angeboten. Das Fest wurde von Olaf Scholz, dem  ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg sowie dem Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn eröffnet.

Bei der Eröffnungsfeier durfte die Württemberger Weinkönigin Stefanie Schwarz natürlich nicht fehlen. Anlässlich der Eröffnung überreichte sie den Wein „Stintfang Cuvée 2014“ an die Hamburgische Bürgerschaft – die entsprechenden Trauben werden auf einem Weinberg oberhalb der Hamburger Landungsbrücken angebaut. Die Weindorfwirte und der Veranstalter Pro Stuttgart stifteten 1995 diesen Weinberg. Mittlerweile wachsen dort Trauben an rund 100 Rebstöcken. Nach der Lese werden die Trauben im Stuttgarter Weingut Currle zum „Stintfang Cuvée“ ausgebaut, dieses Jahr waren es insgesamt 33 Flaschen.

Nach Beendigung des Weinfestes zeigen sich die Wirte rundum zufrieden und bedanken sich bei allen Besuchern und Gästen, die das Stuttgarter Weindorf in Hamburg im Jubiläumsjahr zu einem unvergesslichen Fest gemacht haben. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!

Wehende Weindorf Fahne vor dem Hamburger Rathaus

Wehende Weindorf Fahne vor dem Hamburger Rathaus

Draußen Regen, drinnen prima Stimmung in den Trollinger Stuben

Draußen Regen, drinnen Stimmung in den Trollinger Stuben

Schwäbisches Essen und Trollinger Wein – eine gute Kombination

Des Schwaben liebster Wein ist – na klar – der Trollinger. Des Schwaben liebstes Essen? Vielleicht Maultaschen? Ein gutes Vesper? Linsen und Spätzle? Saure Kutteln? Kässpätzle? Zwiebelrostbraten? Passt der Trollinger dazu?

Lange Zeit musste Rotwein tiefdunkel, schwer und konzentriert sein. Idealerweise ein Hammer, der schon mit dem ersten Schluck beeindruckt. Doch dieser Rotweinstil hat auch eine Nachteile. Ein kräftig schwerer Wein bekommt nicht immer und passt vor allem nicht zu jedem Essen. Als unkomplizierter Schoppenwein oder Essensbegleiter tun sich die kräftigen Rotweine auch schwer. Zum Glück gibt es aber auch gute Alternativen. Zum Beispiel den Trollinger Wein. Der Trollinger ist in der Regel ein leichter Wein. Frisch und fruchtbetont. Und genau das macht ihn zum perfekten Begleiter von Maultaschen, Vesper und vielen weiteren schwäbischen Lieblingsgerichten. Die alte Weinweisheit „regional passt immer“ bestätigt sich auch hier: regionaler Wein zu regionalem Essen.

Der Trollinger ist der milde und süffige Wein der schwäbischen und badischen Schoppentrinker und Viertelesschlotzer. Er wird wahrscheinlich nicht die hohen Weihen der internationalen Weinpäpste erhalten, er wird auch niemals sehr weit außerhalb seiner württembergischen Heimat anzutreffen sein. Aber er harmoniert ganz hervorragend mit typisch schwäbischen Gerichten.

Obwohl der Trollinger eigentlich aus Südtirol kommt – da heißt er Vernatsch und im Württembergischen wurde daraus der Tirolinger und im Zeitverlauf dann, so nach dem ein oder anderen Viertele der Trollinger. Wohl bekomms!

Trollinger Dance Contest

Die junge Initiative der Württemberger Weingärtnergenossenschaften, T2.0 / Trollinger 2.0 ruft zur Teilnahme am ersten Trollinger Dance Contest auf. Startzeitpunkt war Donnerstag, der 23. April. Bei dem Wettbewerb geht es darum, einen eigenen Tanz zu Ehren des Trollingers, der meistangebauten Rebsorte der Württemberger, zu kreieren und ein Video davon zu drehen. Der Song, auf den getanzt werden soll, ist einer der Gewinnersongs des im Vorjahr mit großem Erfolg durchgeführten Trollinger Song Contests, „Trollinger on the Rockz“ von „Tressa“. Von August bis Anfang September entscheidet zunächst ein Online-Voting über die Finalteilnehmer. Direkt im Anschluss wählt die unabhängige T2.0 Fachjury die Gewinnervideos. Die Jury ist mit Experten aus den Bereichen Wein, Journalismus und Tanz besetzt. Die drei Sieger erwarten Geldpreise im Gesamtwert von 6.000 Euro, dazu kommt ein Sonderpreis Online-Voting von 1.000 Euro. Teilnahmeschluss ist der 02. August 2015. Weitere Informationen, die Teilnahmebedingungen und die Tanzfiguren, die in jedem Teilnahmevideo vorkommen müssen, gibt es unter www.TrollingerDanceContest.de

Dass gerade dem Trollinger gehuldigt werden soll, ist schnell begründet: Das schwäbische Nationalgetränk direkt vom Erzeuger steht nicht nur für die hohe Qualität der Genossenschaftsweine der Weinheimat Württemberg, er ist auch die hier meistangebaute Rebsorte. Gerade im Sommer ist der leichte Rotwein beliebt, passt er doch – leicht gekühlt – perfekt auf jede Gartenparty.

Genau deshalb will T2.0 den Trollinger erneut in den Fokus rücken. Teilnehmen am Trollinger Dance Contest kann jeder: Ob Profis oder Laien, Solotänzer oder Tanzgruppen, Tanzschulen oder Sportvereine. Wer Spaß am Tanzen hat, ist eingeladen, der verantwortliche Einreicher des Videos muss mindestens 18 Jahre alt sein. Auf www.TrollingerDanceContest.de finden Interessierte alle Informationen zum Wettbewerb. Dort können Teilnehmer auch den Song „Trollinger on the Rockz“, auf den getanzt werden soll, kostenlos herunterladen. Als Orientierung dient ein Demo-Video der Tanz-Akademie Minkov, eines privaten Berufskollegs in Winnenden. In dem Video werden die Tanzelemente, die im Refrain der Teilnehmervideos unbedingt enthalten sein müssen, gezeigt und erklärt. Alles darüber hinaus ist der Kreativität der Teilnehmer überlassen.

Bis zum 02. August haben die Teilnehmer Zeit, ihr Video auf der Webseite www.TrollingerDanceContest.de zum Wettbewerb einzureichen. Im Anschluss können vom 06. August bis zum 06. September Freunde und Fans online für Ihren Favoriten abstimmen. Eine unabhängige Fachjury wählt dann unter den fünf Videos mit den meisten Stimmen die ersten 3 Plätze, die Kriterien sind Tanztechnik, Umsetzung der vorgegebenen Choreografie, Kreativität, künstlerische Identifikation mit der Weinheimat und Gesamteindruck. Es geht, neben dem Spaß, um Preisgelder von insgesamt 7.000 €.

„Die Weinheimat Württemberg ist nicht nur das Land der Tüftler und Denker, hier sind auch Kreativität und Zeitgeist zuhause: Ich freue mich schon jetzt auf die Moves unserer Teilnehmer“ sagt Ulrich Breutner, Geschäftsführer der Werbegemeinschaft Württembergischer Weingärtnergenossenschaften. Er bildet die Jury, zusammen mit Vesselin Minkov, dem Leiter der Tanz-Akademie Minkov, Tressa Rose Schreiber, Musicaldarstellerin und Interpretin des Songs zum Trollinger Dance Contest, dem Wein-Experten und Journalisten Rudolf Knoll und Stefanie Schwarz, der amtierenden Württemberger Weinkönigin.